5 Gründe, warum Sie Ihren Blog nicht selbst schreiben sollten

Wenn es um Angebote für Unternehmens-Blogs geht, höre ich immer wieder das Argument: „Hm, das kostet ja schon einiges, vielleicht schreibe ich meine Blog-Beiträge doch lieber selbst.“


Tja, wenn es jemanden gibt, der diese Begründung nachvollziehen kann, dann ich! Weil: ich schreibe meine Texte auch selbst ;-)


Aber - aufgehorcht: Es gibt 5 echt gute Argumente, warum Sie jemanden beauftragen sollten, Ihren Blog für Sie zu schreiben:



  1. Die verflixte Aufschieberitis 
  2. Die „Kundenbrille“  nutzen
  3. Sie sind Top-Experte – im Texten???
  4. Texten macht nicht jedem Spaß
  5. Kosten ehrlich kalkulieren

1. Die verflixte Aufschieberitis


Kennen Sie das? Sie wollen unbedingt eine Blog-Beitrag schreiben. Der soll so richtig krachen! Und Sie haben sich ein superheißes Thema vorgenommen, das Ihre Kunden garantiert interessieren wird. Tja, und dann kommt was dazwischen. Vielleicht ein genialen Auftrag? Wunderbar, schön für Sie. Oder die Umsatzsteuervoranmeldung. Na ja, eher blöd. Darum müssen Sie sich trotzdem gleich kümmern, sonst meckert das Finanzamt. Also verschieben Sie das Texten Ihres tollen Beitrags auf morgen. Oh je, der Kollege hat sich krank gemeldet, die Espressomaschine röchelt so komisch oder eine Lieferung muss reklamiert werden... Na, übermorgen reicht auch noch, oder? Und so ziehen die Tage ins Land. Irgendwann ist Ihr spitzenmäßiges Thema nur noch lauwarm. Sie verwerfen das Ganze lustlos. Und warten auf die nächste Inspiration. Dieses verflixte Syndrom nennt sich – Sie kennen es sicher - Aufschieberitis.

Jetzt wackle ich mal streng mit meinem virtuellen Zeigefinger. Ein Blog sollte regelmäßig gepflegt werden! Wenn Sie als Kunde auf einer Homepage sehen, dass der letzte Blog-Eintrag (über dem auch noch stolz die Überschrift „News“ prangt) ein Dreivierteljahr alt ist, dann haben Sie bestimmt auch nicht den besten Eindruck von dieser Firma. 

So, und jetzt stellen Sie sich mal vor, Sie haben jemanden beauftragt, der regelmäßig - sagen wir mal, alle zwei, drei Wochen oder einmal im Monat - einen Blogartikel für Sie schreibt. Für denjenigen ist das ein Job. Dafür kriegt er Kohle. Idealerweise macht er es auch noch gerne. Und er erledigt den Job. Garantiert und zuverlässig. Außerdem liefert er Ideen und erstellt mit Ihnen zusammen einen Redaktionsplan. Damit Sie schon Wochen, am besten sogar Monate vorher sicher sein können: Die Themen gehen Ihnen nicht aus. Cool, oder?


2. Die „Kundenbrille“ nutzen

Das ist für mich einer der wichtigsten Gründe, seinen Blog in bewährte Hände eines externen Texters zu geben. Sie als Unternehmer haben immer einen Silberblick, was Ihre eigene Firma angeht. Viele werben damit, dass der Kunde bei ihnen im Mittelpunkt steht. Genauso vielen fällt es jedoch schwer, sich selbst aus der Helikopter-Perspektive zu betrachten. Oder, um die Latte ein wenig tiefer zu hängen, mit den Augen des Kunden.

So passiert es total oft, dass Unternehmen Themen für Ihren Blog wählen, die ihnen selbst wichtig sind. Zum Beispiel das tolle neue Produkt mit vielen Extrafunktionen. Oder der Seniorchef feiert den Achzigsten. Und – ganz wunderbar: Sie haben Ihr Quartalsergebnis vom Vorjahr um 15% übertroffen! Gratulation! 

Haben Sie schon mal überlegt, ob das Ihre Kunden wirklich interessiert? Welches Problem Ihres Kunden lösen Sie mit solchen Informationen? Machen Sie sich klar: Die Menschen googeln im Internet, weil sie eine Frage haben. Weil Sie Lösungen suchen. 

Übrigens, schreiben Sie gerne mal über was Fachliches? Für Sie klingt das alles total logisch. Weil Sie sich tagtäglich mit der Materie beschäftigen. Und es ist sicher wahnsinnig interessant. Wenn man sich auskennt. Kennt Ihr Kunde sich immer aus? Hat er den gleichen Wissensstand wie Sie? Oder müssen Sie ihn ganz woanders abholen? 

Gesetzliche Änderungen sind ein wunderbares Beispiel dafür. Sie könnten haarklein erklären, welche Paragrafen in welchen Unterpunkten angepasst worden sind. Den Kunde interessiert das meistens nicht. Na ja, außer er ist pensionierter Richter oder Oberstudienrat. Der ganz normale Kunde will wissen: Wo muss ich aufpassen? Wo lauern Fallstricke? Was bedeutet das für meine ganz persönliche Situation? Dass Fachjargon und verschwurbelte Schachtelsätze Sie nicht besonders versiert rüberkommen lassen, ist inzwischen - Gottseisgetrommelt - allseits bekannt. 

Ein Externer steht in etwa auf der gleichen ausgetretenen Stufe wie ihr Kunde. Er hat sozusagen die Kundenbrille auf. Und fragt auch mal ganz naiv: „Warum ist das so?“ und „Was bringt mir das?“ oder, wenn‘s ganz heftig kommt, „Hä? Kapiere ich nicht.“ Nutzen Sie diese Außensicht. Und unterschätzen Sie nicht, wie unfassbar wertvoll dieser Blickwinkel sein kann.



3. Sie sind Top-Experte – im Texten???


Ich finde, ein Blog ist ein ideales Vehikel, um jemanden von dem zu überzeugen, was ich drauf habe. Einen, der vorher noch nie von mir gehört hat. Und auf der anderen Seite denjenigen, die mich kennen, das warme, wohlige Gefühl zu geben, dass sie bei mir genau richtig sind.


Gute Blog-Artikel zementieren Ihre Rolle als Fachmensch. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Doch Blog-Artikel für Blog-Artikel zeigen Sie Ihrer Leserschaft, welches Wissen und welche reichen Erfahrungen mitbringen. Die Sie bereitwillig teilen. 


Das setzt allerdings voraus, dass Ihr Blog genau das transportiert. Nämlich Ihren Status als Experte. Sie sind doch gut in dem was Sie tun, oder? Na klar! Wollen Sie wirklich Ihre hart erarbeitete Reputation als Superarchitekt, Zauber-Gärtner oder Wunder-Anlageberater zerstören? Indem Sie in Ihren Textbeiträgen nicht auf den Punkt kommen? Ihre Texte vielleicht fachlich gut, aber schwer zu lesen sind? Oder schlimmer noch, langweilig. 

Wenn Ihre Texte jedoch locker leicht lesbar sind, springt keiner unterwegs ab. Sondern liest den spannenden informativen Artikel bis zum Schluss. Und ist schon ganz heiß auf den nächsten Input. Selbst wenn der Leser noch keinen Staubsauger bei Ihnen gekauft hat und sich noch nicht von Ihnen hat coachen lassen. Er hat das Gefühl, dass er Sie kennt und dass er Ihnen vertrauen kann. Und beim nächsten Mal, wenn sein Staubsauger kaputtgeht oder er Lebenshilfe braucht, wird er an Sie denken. 

Arbeiten Sie also lieber weiterhin an Ihrem Ruf als Top-Experte und lassen Sie andere für sich schreiben.



4. Texten macht nicht jedem Spaß


Ich sag‘s mal vorsichtig: Texten ist nicht jedermanns bzw. jederfraus Sache. Die einen sehen es ziemlich realistisch. Wenn es Ihnen zum Beispiel fast körperliche Schmerzen bereitet, vor einem blütenweißen Blatt Papier zu sitzen (wahlweise leeren Bildschirm, auf dem der Cursor ungeduldig zuckt) und Ihnen fällt absolut nicht Eloquentes ein. Geschweige denn, etwas Interessantes oder gar Witziges. Puh, da leide ich schon bei dem Gedanken mit. Da schreie ich: Mensch, tun Sie sich das doch nicht an! Sie können andere Sachen viiiiiel besser. Und DIE schätzen Ihre Kunden an Ihnen. Es will doch kein Kunde auf seine heißersehnte Lieferung oder einen tollen Produkt-Entwurf von Ihnen warten, nur weil Sie erst noch einen Blog-Text rausquälen müssen. Für den sich – sorry – wahrscheinlich kein noch so niedliches Ferkel interessieren wird.


Ein anderer denkt selbstbewusst, er kann schreiben. Das Ergebnis erinnert jedoch manchmal eher an eine zu früh aus dem Ofen geholte Pizza. Schlapp, blass und der erste Bissen macht nicht gerade Lust auf mehr.

Wenn Sie also nicht so schräg drauf sind wie viele von uns Textern, lassen Sie es sein. Denn wir verspüren geradezu eine unbändige Lust, Buchstabe an Buchstabe, Wort an Wort, Satz an Satz zu reihen und streicheln dabei immer wieder über den Bildschirm, verliebt in unsere eigenen Formulierungen… Beauftragen Sie jemanden, der das für sie erledigt. Freuen Sie sich an dem Ergebnis. Und fangen Sie mit Ihrer Zeit etwas Sinnvolleres an.



5. Kosten ehrlich kalkulieren


Hey, Sie haben sich bis hierher durchgehangelt. Da hab‘ ich schon mal einiges richtig gemacht! 

Jajaja, ich will nicht ablenken. Sie sind immer noch unentschlossen. Einen Blog schreiben zu lassen, ist Ihnen zu teuer. Okay.


Ich könnte Ihnen jetzt einiges erzählen: Wie ewig wir Texter an richtig guten Beiträgen sitzen. Dass es manchmal lange dauert, fundiert zu recherchieren. Zahlen, Daten, Fakten zusammenzustellen. Vorab zu klären, welches Ziel Sie haben, wen Sie mit dem Artikel ansprechen wollen. Und wie ich es schaffe, Sie als Experten für Ihr Fachgebiet auf den Sockel zu hieven und Ihr Krönchen so fein zu polieren, damit es heller glänzt als Kinderkulleraugen zu Weihnachten.

Nee, darum geht‘s mir gar nicht. Also, zumindest nicht vorrangig.

Die Frage ist ganz einfach: Mit welchem Stundensatz kalkulieren Sie Ihre Arbeit? Sie putzen doch auch nicht selbst das Klo in Ihrem Büro. „Dafür bin ich zu teuer“, sagen viele. Zu Recht. Nun überlegen Sie mal, wie lange Sie brauchen, um einen halbwegs brauchbaren Blogartikel aus Ihrer Tastatur zu quetschen. Und wie oft Sie drüberlesen und korrigieren, bis Sie wirklich zufrieden sind. Nicht zu vergessen, wie lange es dauert, bis Sie überhaupt Ideen für ansprechende Themen finden. Einen sinnvollen Aufbau strukturiert haben. Ach so, eine knallige Überschrift sollte der Post ja auch noch haben…

So, jetzt zupfen Sie mal Ihre Kalkulation hervor und rechnen aus, was so ein Blogbeitrag kostet, wenn Sie sich selbst darum kümmern. Und zwar von A bis Z, um im Texterjargon zu bleiben. Und bitte nicht schummeln!


Wenn Sie immer noch selbst schreiben wollen: Daumen hoch – super! Ganz viel Spaß dabei. Sie sind ein Textaholic - willkommen im Club!


Stefanie Spengel

Tipps für einen erfolgreichen Unternehmensblog

Das Video habe ich im Rahmen einer Präsentation erstellt, die ich in einem Unternehmerkreis gehalten habe. Könnte ganz hilfreich sein...

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